Zu den Windrädern am Tannenkopf
Wanderung durch den Zimmner- und Gundernhäuser Wald
Das Wichtigste vorweg:
Wann: Sonntag, 25. Januar 2026
Start: 13:00 Uhr, Groß-Zimmern, Kegelcenter „Zagrebˮ, Waldstraße 81
Achtung! andere Zeit als üblich!
Einkehr: ca. 17:00 Uhr im Kegelcenter „Zagrebˮ
Streckenlängen: Voraussichtlich 11 km, 13 km und 15 km zur Auswahl in 3 Gruppen
keine nennenswerten Steigungen
Anmeldung: bis Freitag 23.01.2026
per Email an: info@odenwaldklub-gross-zimmern.de oder telefonisch bei Familie Badior, Tel: 06071 42440
(Email-Anmeldung bevorzugt!)
Seit 2015 gibt es neben dem Fernmeldeturm auf der Moret zwei weitere Landmarken auf dem Tannenkopf, die auch von Groß-Zimmern aus gut zu sehen sind.
Wanderung mal anders
Wegen der im Januar erfahrungsgemäß schwierig einzuschätzenden Wetterlage, verzichten wir diesmal auf eine Busfahrt und wandern direkt von Groß-Zimmern aus, wo wir auch zum Abschluss gemeinsam einkehren.
Um flexibel auch auf die Wegbeschaffenheit reagieren zu können, haben wir insgesamt neun verschiedene Wanderstrecken zwischen 10 und 18 Kilometern vorbereitet und bitten gleich um Verständnis, falls sich die tatsächlich durchgeführte Wanderung von der Beschreibung in dieser Einladung unterscheiden sollte. Alle Strecken sind nicht steil und weisen nur geringe Höhenunterschiede auf.
Auf schmalen Pfaden zur Windenergieanlage Tannenkopf
Unsere Wanderung startet am Kegelcenter in der Waldstraße 81. Vorbei an der ehemaligen Birkenruhe wandern wir entlang des Fischwassers (in Läuferkreisen Ho-Chi-Minh-Pfad genannt) zum Sonnenhof mit seinen Pferdekoppeln und weiter über die Karl-Roth-Schneise hinauf zum Tannenkopf. Am ersten Windrad teilen sich die Strecken.
Während die kurze 11-km-Strecke von dort aus über die Hauptschneise und die August-Göbel-Hütte direkt den Rückweg anstrebt, wandern die Teilnehmer der längeren Stecken noch am zweiten Windrad vorbei. Die ganz lange Strecke nimmt dabei sogar den Umweg über den Kubig-Parkplatz (15 km). Sollten Wetter und Kondition stimmen, geht es sogar noch über die Scheftheimer Wiesen (18 km). Alle Gruppen nehmen den schmalen Beckerweg, um zum Kegelcenter zurück zu gelangen.
Gemeinsame Einkehr gegen 17:00 Uhr
Dadurch, dass das Kegelcenter erst um 17:00 Uhr seine Pforten öffnet, erklärt sich auch der späte Start unserer Wanderung um 13:00 Uhr. Obwohl wir keinen Bus benötigen, bitten wir um Anmeldung bis zum Freitagabend, spätestens 17:00 Uhr, damit der Wirt planen kann.
Energiewende und Windkraft
Der überwiegende Anteil der elektrischen Energie in Deutschland wird mittlerweile klimafreundlich aus erneuerbaren Energien produziert, wovon die Windkraft den Löwenanteil besteuert. Schließlich weht der Wind auch nachts und im sonnenarmen Winter sogar häufiger als im Sommer. Andererseits stehen die Windkraftanlagen aber auch stärker in der Kritik als beispielsweise Solaranlagen, wobei offenbar die optische Erscheinung im Vordergrund steht. Mit 120 Meter Nabenhöhe und 120 Meter Rotordurchmesser erreichen die Roßdorfer Windräder eine Gesamthöhe von 180 Metern. Beide zusammen sind in der Lage, rund 5000 Haushalte mit CO₂-freiem Strom zu versorgen.
Windkraft in Roßdorf – ein Politikum!
Bereits seit 2022 besteht die Absicht, zwei weitere Windräder auf dem Tannenkopf zu errichten und als Energiegenossenschaft zu betreiben. Durch Beteiligungszusagen vieler Bürger aus der Umgebung ist die Finanzierung bereits gesichert. Obwohl der Gemeinderat Roßdorf mit großer Mehrheit, fraktionsübergreifend, das Projekt beschlossen hat, konnte der Bürgermeister, ein bekannter Windkraftgegner, die Ausschreibung bisher verhindern.
Mit 120 Meter Nabenhöhe und 120 Meter Rotordurchmesser erreichen die Roßdorfer Windräder eine Gesamthöhe von 180 Metern. Beide zusammen sind in der Lage, rund 5000 Haushalte mit CO₂-freiem Strom zu versorgen.
Besser selbst überzeugen
Bekannte Argumente gegen die Windkraft sind, neben der Optik, die Lärmbelastung, insbesondere der mystische Infraschall, der Flächenverbrauch und das angebliche Schreddern der Vögel. Wir werden uns davon überzeugen, dass die nahe B26 lauter ist als die Windräder, wenn man sich nur wenige zig Meter davon entfernt aufhält.
Auch die anderen Einwände wurden wissenschaftlich untersucht. Bei den Vögeln ist der viel zitierte Rotmilan nur wenig betroffen und bei vorbeiziehenden Vogelschwärmen werden die Windräder einfach abgestellt. Durch Genickbruch an der Gebäudeverglasung und durch Hauskatzen sterben mehr als die tausendfache Menge an Vögeln.
Zum Aufbau der Windkraftanlagen und für die Zufahrt müssen auch geringe Flächen im Wald gerodet werden. Tatsache ist aber auch, dass der Klimawandel dem Wald mehr schadet als die Windkraft. Es gibt halt nichts umsonst!