Auf Panoramatour in der Eifel
Die schöne Tradition der jährlichen Wanderwochen des OWK wurde im September 2026 fortgesetzt mit einer Fahrt in die Eifel. Genauer gesagt in die Vulkanische Ahreifel, nach Winnerath. In diesem knapp 200 Einwohner zählenden Ort erwartete die 29 Wanderer das „Dreimäderlhaus“, ein von der Familie Verdonk seit 100 Jahren geführtes Hotel. Große Gastfreundlichkeit und eine hervorragende Küche begleiteten uns die ganze Woche.
Der Chef, Siggi Verdonk, erwies sich ausserdem als kompetenter Wanderführer mit großem Wissen über die Region, angereichert mit vielen Anekdoten. Er zeigte uns an fünf Tagen seine Heimat, und es erwarteten uns Natur pur, herrliche Panoramablicke und Ruhe! Als Bewohner des Rhein/Main Gebietes weiß man letzteres sehr zu schätzen.
Siggi’s Planwagen kam mehrmals zum Einsatz, um uns an die Ausgangspunkte für die schönsten Wanderstrecken zu bringen. Diese führten uns durch Naturschutzgebiete mit Eichenwäldern, entlang sanfter Wiesenhänge und zu immer neuen Ausblicken in diese Region der Eifel. Markante Punkte waren z.B.die Hohe Acht, der mit 746 m höchste Berg der Eifel und der Aremberg, ein vor Millionen Jahren erloschener Vulkankegel.
Siggis Planwagen bringt die Wanderer zum Startpunkt und manchmal auch wieder zurück zum Hotel
Oft führte der Weg oberhalb des Ahrtales entlang, und natürlich erinnert man sich dabei an das katastrophale Hochwasser vom Juli 2021. Die heute so friedliche Ahr richtete damals riesige Schäden an, und die Spuren davon sind noch zu sehen. Wir passierten die Orte Schuld, Dümpelfeld und Insul, die schwer betroffen waren. Siggi konnte als Augenzeuge berichten, was sich damals für Tragödien abgespielt hatten, aber auch, wie groß die Hilfsbereitschaft war.
die friedliche Ahr wurde 2021 zum reißenden todbringenden Fluss
Die zwischen 12 und 15 km langen Wanderungen verliefen größtenteils in freier Natur und zur Mittagszeit wurden die Lunchpakete auf Wiesen oder im Wald verzehrt. Dank des idealen Wanderwetters war das mal eine andere, aber tolle Erfahrung. In dem 40-Einwohner-Dorf Lückenbach gab es Deutschlands kleinstes Feuerwehrmuseum, bestehend aus einer alten Hand-Feuerwehrspritze. Und in Reifferscheid besichtigten wir die schöne Kirche St. Michael, in der spontan gesungen wurde.
Am Nachmittag gab es dann im Hotel Kaffee, Kuchen oder Eis. Jeder konnte nach Belieben relaxen oder gemütlich beisammen sitzen. Das alles bei einer sehr harmonischen Atmosphäre innerhalb der Wandergruppe und mit unseren Gastgebern. Abends wurde gespielt, getanzt und unsere „Moretbuwe“ Charlie und Gerhard unterhielten uns mehrmals mit ihren Liedern zum Akkordeon.
Die Organisatoren Birgit Eisenlöffel und Manfred Timmermann hatten natürlich auch etwas geplant für die Hin- und Rückfahrt. So besuchten wir das Benediktinerkloster Maria Laach, eines der am besten erhaltenen Denkmäler deutscher romanischer Kirchenbaukunst. Auf der Rückfahrt gab es einen Stopp in dem Städtchen Mayen, wo neben dem Besuch der Burg auch shoppen möglich war. Das gab es in Winnerath und Umgebung nicht, aber die herrliche Natur hat dafür mehr als entschädigt. Es war eine gelungene Wanderwoche und der Dank geht an Birgit, Manfred und vor allem die Familie Verdonk.
Text: Monika Ebert
Fotos: Werner Schuster und Norbert Kaiser
Dreimäderlhaus
Eifel Panorama - nur eine grandiose Aussicht von vielen
auf dem Weg von Winnerath nach Lückenbach
Rund um die Ortschaft Rodder
Rund um die Ortschaft Rodder
Die Wandergruppe mit Wanderführer Siggi Verdonk
Mittagspause auf der Wiese
Müde Wanderer genießen die Abendsonne
Die Wandergruppe mit Wanderführer Siggi Verdonk
Mittagspause auf der Wiese
Müde Wanderer genießen die Abendsonne
Blick auf Reifferscheid
grandiose Aussichten auf allen Wanderungen